Parapsychologie, Alchemie, Astrologie und Co.: die okkulte Seite der Naturwissenschaften
- Datum
- 29.05.2026 20:00 - 21:30
- Leitung
- Carsten Busch, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik, Universität Hamburg
- Kursnummer
- 261.3E192B
Beschreibung
Juli 1936: Im Auktionshaus Sotheby´s in London werden geheimnisvolle, bislang verschollene Manuskripte versteigert.
Autor der Manuskripte ist Isaac Newton, der wahrscheinlich wichtigste und genialste Physiker aller Zeiten. Doch die Manuskripte zeigen einen anderen, unbekannten Newton. Dieser beschäftigte sich fieberhaft mit der Suche nach dem Stein der Weisen, berechnete das Ende der Welt für das Jahr 2060 und stellte kirchliche Dogmen in Frage.
Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler lehnen Telepathie, Geistwesen und Co. häufig als irrationalen Aberglauben ab. Doch einige der größten ihrer Zunft waren eifrige Vertreter okkulter Praktiken und Theorien, vom Astronomen Johannes Kepler im 16. Jahrhundert bis zum Physiknobelpreisträger Brian Josephson im 21. Jahrhundert.
Der Vortrag zeigt allgemeinverständlich auf, wie überraschend eng Naturwissenschaft, Astronomie und „Parawissenschaft“ über die Jahrhunderte miteinander verbunden sind.
Bild: Der Begründer der Astrophysik und bekennende Spiritist, Johann K. Zöllner (1834 – 1882, rechts), führte Geisterbeschwörungen und paranormale Tests mit dem "Medium" Henry Slade (1836 – 1905) durch.
Standortinformationen
Walter-Hohmann-Sternwarte
Hauptgebäude mit großem und kleinem Vortragsraum